VOLONTÄR 2009/2010

Indien 2009/2010 Neu Delhi

„Incredible India“ ist das erste, was man zu hören bekommt, wenn man nach Indien reist. So war es zumindest bei mir. Als erster deutscher Volunteer, der jemals das „Project Why“ unterstützt hat, durfte ich im November letzten Jahres einen unvergesslichen Lebensabschnitt mit der Familie Bakshi und den Menschen im und um das Project herum beginnen.

In etwa 4 Monaten habe ich innerhalb des Projekts verschieden Rollen spielen dürfen, in denen ich unglaublich viel gelernt und erfahren habe. Um sieben Uhr morgens hat für mich der Tag mit einem kurzen Frühstück begonnen, bevor es zur Arbeit ging. Der Tag war durch eine kraftbringende Mittagspause mit den Lehrern und Angestellten unterbrochen. Neben den jüngsten Kindern im Projekt habe ich ein paar Wochen lang die 8-12 Jährigen, sowie die Klasse für körperlich und geistig behinderte Kinder unterrichtet. Die dort gemachten Erfahrungen werden mir mein Leben lang weiterhelfen, so viel stand in der ersten Minute meiner Anwesenheit schon fest. Begleitet von einer tollen Familie – welche das Projekt seit 10 Jahren leitet – konnte ich meine Fähigkeiten an den richtigen Stellen einsetzen und habe mich darüber hinaus in vielerlei Hinsicht weiter entwickelt. Die Armut und die Wertschätzung des Menschen haben mich häufig furchtbar erschreckt und doch fühlt man sich schon nach wenigen Tagen als Teil des Ganzen. Teil des Ganzen ist man sowohl während der Arbeit, als auch während der Freizeit. Ich wurde voll integriert und durfte an vielen Entscheidungen teilhaben. So haben wir uns z.B. im Dezember letzten Jahres zusammengesetzt, um über die Behandlung des ernsthaft erkrankten Sohils zu reden. Meinungen wurden diskutiert und Entscheidungen wurden gefällt. Gemeinsam. Abgesehen von der Arbeit hat das Leben in Indien wahnsinnig viel zu bieten. Kultur, Religion, Landschaft und der Mensch waren für mich die absoluten Highlights im interessantesten Land, in dem ich bis jetzt gewesen bin. Unterstützt wird die „non profit organisation“ von vielen Menschen aus Europa und den U.S.A., die von Anou Bakshi und ihrer Arbeit überzeugt sind. Ich möchte mich auf diesem Wege bei den Menschen bedanken, die es mir ermöglicht haben diesen Schritt gehen zu können und bei allen Menschen, die mich vor Ort angenommen haben, als wäre ich schon immer ein fester Bestandteil ihres Lebens gewesen!